Ambulante Gesundheitsförderung „BETSI“  
 
 
 


in Kooperation mit

Präventionsprogramm „BETSI“
... ist ein betriebsnahes Präventionsangebot der Deutschen Rentenversicherung Bund, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Knappschaft Bahn See
u. a. und soll gesundheitlichen Gefährdungen möglichst frühzeitig entgegenwirken. Damit sollen die gesundheitliche Leistungsfähigkeit für die berufliche Tätigkeit gesichert und typische berufliche Gesundheitsgefahren abgewendet werden.

Welche Krankheiten stehen im Vordergrund?
Im Vordergrund stehen Schmerzbeschwerden im Wirbelsäulenbereich, die meist zusammen auftretenden Gesundheitsrisiken Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, erhöhte Blutdruckwerte
(das sogenannte metabolische Syndrom) und auch stressbedingte Ausfallerscheinungen durch berufliche Überbelastung (Burnout-Syndrom).

Zielsetzung
"BETSI" soll den Gesundheitszustand gezielt verbessern, gesundheitsgefährdende in gesundheitsfördernde Verhaltensweisen ändern, das gesundheitliche Bewusstsein verbessern und die eigene Gesundheitsverantwortung stärken.

An wen richtet sich „BETSI“?
"BETSI" richtet sich an gesundheitlich beeinträchtigte Erwerbstätige. Deren beginnende oder noch nicht so weit fortgeschrittene Erkrankung soll in diesem Stadium durch gesundheitliche Aufklärung, einfache therapeutische Maßnahmen und Förderung körperlicher Aktivitäten aufgehalten oder beseitigt werden.

Wer kann an „BETSI“ teilnehmen?
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die arbeitsplatzbedingt und/oder durch ihre Lebensführung Gesundheitsrisiken aufweisen und bei der Deutschen Rentenversicherung versichert sind.

Wie beantragt man „BETSI“?
Die Mitarbeiterin, der Mitarbeiter stellt gemeinsam mit
dem Betriebsarzt den Antrag. Die Unterlagen leitet der Betriebsarzt mit seinem medizinischen Bericht an die Deutsche Rentenversicherung weiter.

Wer trägt die Kosten?
Die Kosten für die Initialphase, die Refreshertage sowie
die ambulante Verfestigungsphase trägt die Deutsche Rentenversicherung.

Sofern Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht, beträgt die Zuzahlung für den stationären / ambulanten Aufenthalt in der Rehaeinrichtung (Initialphase) für den Teilnehmer max. 10,00 Euro pro Tag.

Die Kosten des Arbeitsausfalls / der Entgeltfortzahlung während der initialen, ganztägigen Phase werden vom jeweiligen Unternehmen getragen oder durch Arbeitszeitausgleich / Urlaub verrechnet.


Programmablauf

  • Einführungstag im Ambulanten Zentrum GmbH ca. 2 – 3 Wochen vor der Initialphase (Testtag 1)
  • Initialphase in einer stationären oder ambulanten Rehabilitationsklinik der DRV (3 – 6 Tage)
  • Verfestigungsphase standardisiert, mehrwöchig im Ambulanten Zentrum GmbH (1 - 2 x wöchentlich a 90 Minuten)
  • Refreshertag 1 im Ambulanten Zentrum GmbH zur Vorbereitung der Eigeninitiativ-Phase (Testtag 2, in der Regel Freitag Nachmittag oder Samstag halbtags)
  • Eigeninitiativ-Phase im Anschluss an die Verfestigungsphase (mehrwöchig frei wählbar individuell oder in der Gruppe)
  • Refreshertag 2 im Ambulanten Zentrum GmbH zur Erfolgskontrolle (Testtag 3)
Auswertung der Entwicklung der Teilnehmer erfolgt anonymisiert an das Unternehmen, den Kostenträger sowie an die Teilnehmer.

Initialphase in der Rehabilitationsklinik (ambulant oder stationär)

Im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthaltes erwartet die Teilnehmer eine ärztliche Aufnahme und Therapien bezüglich degenerativer Erkrankungen der Wirbelsäule, Arthrosen der großen und kleinen Gelenke, Funktionsstörungen auch neurologischer Art, als Folge
von Unfällen, Verletzungen und Bandscheibenvorfällen.

Da es jedoch wesentlich sinnvoller ist, einer Erkrankung vorzubeugen, als deren Folge zu behandeln, wurde gemeinsam mit Betrieben und Rentenversicherungsträgern ein kombiniertes Präventionsprogramm entwickelt, das aus mehreren Phasen besteht und einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgt.

Im Vordergrund stehen Fragen wie "was hält mich gesund?", "was macht mich stark?", "wie komme ich zur Ruhe?" oder "wo liegen meine Stärken?". Die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen der Teilnehmer stehen im Mittelpunkt. Wir möchten diese aufgreifen, fördern und stabilisieren.

Die mehrtägige Initialphase mündet in einem individuellen selbstverfassten Präventionsplan für die Dauer von BETSI.

Therapieangebot: (Theorie und Praxis)

  • Schwimmen
  • Wassergymnastik, Aquajogging
  • Erlebnispädagogisches Wandern
  • Nordic Walking
  • Rückenschule, Theorie und Praxis
  • Gesundheitsseminar und praktische Lerneinheit „Gesunde Ernährung“
  • Entspannungstraining
  • Aufklärung Risikofaktoren
  • Umgang mit Schlafstörungen
Mehrwöchige standardisierte Verfestigungsphase
1 - 2 x pro Woche unter fachgerechter Anleitung von
  • Sportwissenschaftlern:
    Rückenschule in Theorie und Praxis, Medizinische Trainingstherapie, Krafttraining Gymnastik, Koordinations- und Ausdauertraining
  • Ernährungsberatern:
    gesunde Ernährung, Theorie und Praxis
  • Psychologen:
    Entspannungstraining, Barrieren erkennen, Gewohnheiten ändern, Umsetzung von Präventionszielen
Refreshertage
  • Gemeinsame Zusammenfassung der bisherigen Inhalte und Ergebnisse mit Ärzten, Sportwissenschaftlern, Ernährungsberatern und Psychologen
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Eigeninitiativphase
  • Wiederholung der zu Beginn durchgeführten Tests und Untersuchungen
  • Gemeinsame Zusammenfassung der erreichten Veränderungen
  • Erörterung weiterer Ziele
Eigeninitiative
  • Selbständiges Training
  • Teilnahme an weiteren Kursen aus den Themenbereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung